Deutschland, Reise

Deutsche Alpenstraße – Tag 2

9. Juli 2017
Schild "Sonne" in Oberammergau

Nach der gestrigen langen Autofahrt sieht die heutige Etappe auf der Deutschen Alpenstraße nicht ganz so lang aus. Doch zuerst geht es in den Frühstücksraum. Das Frühstück im Hotel Zur Sonne hebt sich positiv von dem Einheitsfrühstück anderer Hotels ab. Es gibt eine Spezialitätenecke mit lokalen Leckereien und auch sonst ist die Auswahl mehr als großartig.

So gestärkt geht es auf die zweite Etappe, die uns bis zum Tatzelwurm bringen soll.

Als erstes machen wir einen Abstecher zum Schloss Neuschwanstein. Da wir keine Karten vorbestellt haben, ist eine Innenbesichtigung nicht vorgesehen. Wir finden einen Parkplatz direkt am Buszubringer zur Marienbrücke, von wo das Schloss vortrefflich fotografiert werden kann. Doch vor der Busfahrt müssen wir Geduld üben. Die Motivation des Parkplatzkartenverkäufers lässt sehr stark zu wünschen übrig. Nach jedem Auto macht er gefühlte 10 Minuten Pause, bevor er sich dem nächsten Auto zuwendet. Was wollen wir auch bei sechs Euro Parkgebühr verlangen?

Schloss Neuschwanstein - Bus zur Marienbrücke

Schloss Neuschwanstein – Bus zur Marienbrücke

Auch beim Bus müssen wir warten. Alle 20 Minuten fährt ein Bus. Beim Fahrer lösen wir dann direkt auch den Rückweg, aus Zeitmangel kommt ein Laufen nicht in Frage. Wir stehen in der Schlange ganz hinten und bekommen beim Einsteigen natürlich auch keinen Sitzplatz. Das Stehen im Bus ist bei der kurvenreichen Fahrt nicht ganz einfach, wir überstehen aber auch dies.

Von der Haltestelle zur Brücke sind es dann nur wenige Minuten Fußweg. Die Sonne steht genau richtig und ich kann schöne Fotos vom Schloss machen.

Schloß Neuschwanstein

Schloß Neuschwanstein

Nachdem ich dann noch ein Pärchen fotografiert habe, gibt es auch ein Foto von uns vor dem Schloss.

Jeannette & Dir auf der Marienbrücke vor dem Schloß Neuschwanstein

Jeannette & Dir auf der Marienbrücke vor dem Schloß Neuschwanstein

Der Bus, der uns hinaufgefahren hat, steht noch an der Haltestelle, so dass wir direkt wieder einsteigen und zum Parkplatz zurückfahren. Diesmal gibt es direkt einen Sitzplatz. Wenn das mal kein Timing ist. Am Morgen bei unserer Ankunft war es noch nicht sehr voll, was sich jetzt geändert hat. An der Busabfahrt stehen inzwischen reichlich Touristen, die zur Marienbrücke wollen.
Überall laufen Scharen von Touristen auf der Straße herum, ohne auf die Autos zu achten. Es würde bei den Massen gar nicht auffallen, den einen oder andern zu überfahren. Mach ich aber nicht, sondern fahre besonders vorsichtig.

Auf dem Weg zum nächsten Haltepunkt erwerben wir noch zwei Stück Kuchen für unsere tägliche Kaffeepause. Warum haben wir sonst frischen Kaffee für unseren Kaffeekoffer gekauft?
Der nächste Stop auf unserer Fahrt ist das Welfenmünster in Steingaden. Das Münster ist von außen als auch von innen sehr sehenswert.

Welfenmünster in Steingaden

Welfenmünster in Steingaden

Hinter Steingaden müssen wir einen kleinen Umweg fahren, da ein Teil der Landstraße wegen eines Unfalls komplett gesperrt ist. Der nächste Halt ist in Oberammergau bei den Herrgottschnitzern und den Lüftlmalern. Beim Rundgang durch das Städtchen bewundern wir die Bilder an den Fassaden und die geschnitzten Figuren in den Geschäften. Dabei stellen wir uns die Frage, woran wir unterscheiden können, ob die Figuren in Oberammergau oder in China hergestellt wurden.

Oberammergau bei den Herrgottschnitzern und den Lüftlmalern

In der katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul schauen wir uns die wunderschönen Deckengemälde an.

Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Peter und Paul

Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Peter und Paul

Der nächste Halt auf unsere Tour ist der Walchensee. Wieder einige Bilder gemacht und die Natur genossen. Der Walchensee ist einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands. Hier bereite ich unseren Kaffee zu und wir essen den leckeren Kuchen.

Blick auf den Walchensee

Blick auf den Walchensee

So gestärkt und glücklich geht es dem nächsten Halt entgegen. Wir stopen am Sylvensteinstausee. Der Stausee wurde von 1954 bis 1959 als Hochwasserschutz gebaut und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Badebegeisterte und Wassersportler. Leider haben wir weder für das Eine, noch für das Andere Zeit, so dass nur einige Bilder übriggeblieben sind.

Blick auf den Sylvensteinstausee

Blick auf den Sylvensteinstausee

Am Abend kommen wir dann am Etappenziel, dem Hotel Feuriger Tazlwurm, an. Nachdem wir das Gepäck auf dem Zimmer verstaut haben, machen wir noch einen kleinen Fußmarsch zu dem Wasserfall am Tatzelwurm. Hier fällt das Wasser des Auerbachs bis zu 10 Meter in die Tiefe.

Wasserfall am Tatzelwurm

Wasserfall am Tatzelwurm

Nach einer ausgiebigen Fotosession mit dem Wasserfall geht es zum Abendessen. Anschließend gehen wir dann direkt schlafen. Die lange Autofahrt und die vielen Eindrücke haben uns doch recht schläfrig gemacht. Am morgigen Tag gönnen wir uns eine Auszeit, die wir mit einer Wanderung verbringen wollen.

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