Östereich, Reise

Fahrt über die Großglockner Hochalpenstraße

14. Juli 2017
Murmeltierschild AAauf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf der Großglockner Hochalpenstraße

In der Nacht gab es in Kaprun ein Unwetter, das so laut war, dass wir beide wach geworden sind. Eigentlich wollten wir ja die Großglockner Hochalpenstraße Richtung Meran fahren. Sollte uns das Wetter jetzt einen Strich durch die geplante Überquerung der Alpen machen?

Nach einem ausgiebigen Frühstück beladen wir unser Auto und schauen gen Himmel. Irgendwie kann sich das Wetter nicht entscheiden: Blauer Himmel wechselt sich mit schwarzen Regenwolken ab. Der Wetterbericht sagt Sonnenschein und Regen für den heutigen Tag voraus. Na toll, keiner der uns die Entscheidung abnimmt: Fahren wird die Großglockner Hochalpenstraße oder nicht?

Wir entscheiden uns, das Wagnis einzugehen und über die Hochalpenstraße zu fahren. Schließlich sind wir gestern extra bis Kaprun gefahren, um diese Straße zu fahren. Bei leichtem Nieselregen machen wir uns auf in Richtung Mautstation in Ferleiten.

Ab dem Ort Bruck beginnt bereits die Großglocknerstraße, ist aber erst ab Ferleiten mautpflichtig. Die ersten zehn Kilometer bis zur Mautstelle sind als öffentliche Landstraße ausgewiesen.
Kurz vor Bruck hört der leichte Regen auf, und wir können endlich das Dach im Kofferraum verschwinden lassen. So können wir die Fahrt, wie geplant, offen genießen. Nach kurzer Fahrt kommen wir in Ferleiten an die Mautstelle. Da uns das Hotel noch für den heutigen Tag noch eine Gästekarte ausgestellt hat, sparen wir 4 € Mautgebühr und bezahlen nur 31,50 € für die Tageskarte. Mit dieser Karte könnten wir den ganzen Tag rauf und runter fahren, machen es aber nicht, sondern wollen ja nur Oneway über die Straße.

Drei Kilometer nach der Mautstation mache ich die ersten Fotos. Von diesem Punkt können wir die Dreitausender Berge bestaunen: Hohe Dock, Vorderer Bratschenkopf, Hoher Tenn und noch viele weitere Gipfel. Ich mache eine Panoramaaufnahme der Gipfel, das Wetter meint es inzwischen gut mit uns.

Blick von der Großglockner Hochalpenstraße

Blick von der Großglockner Hochalpenstraße

Der nächste Halt ist die Edelweißspitze. Diese Stichstraße ist nicht besonders breit und noch aus Kopfsteinpflaster gearbeitet. Die Edelweißspitze ist mit 2.571 Meter der höchste Aussichtspunkt. Von hier können wir auf über 30 Dreitausender schauen. Wir ergattern uns hier einen Tisch mit zwei Bänken. Unter den neidischen oder belustigten? Blicken der Biker bereiten wir uns erst einmal einen frisch gebrühten Kaffee zu. Soviel Zeit haben wir immer!

Anschließend fotografiere ich ausgiebig und wir besuchen die Ausstellung oberhalb des Shops. Im Shop selbst gibt es nur die üblichen Verdächtigen. Wir selbst verhaften keinen, aber es werden doch reichlich Souvenirs verkauft.

Die nächsten Haltepunkte sind Seidlwinkel und Fuscher Törl. Beide Punkte liegen so dicht beisammen, dass wir vom ersten Punkt bequem zu Fuß zum zweiten laufen können.

Von hier können wir wieder auf diverse Dreitausender schauen. Um nur einige zu nennen: Brennkogel, Sonnenwelleck, Fuscherkarkopf und natürlich den Großglockner.

Blick von der Großglockner Hochalpenstraße auf einige Dreitausender inkl. dem Großglockner

Blick von der Großglockner Hochalpenstraße auf einige Dreitausender inkl. dem Großglockner

Den nächsten Halt machen wir an der Fuscher Lacke. Hier gibt es zudem eine sehr sehenswerte Ausstellung über den Bau der Hochalpenstraße mit dem Titel Bau der Straße.

Ausstellung "Bau der Straße" auf der Großglockner Hochalpenstraße

Ausstellung „Bau der Straße“ auf der Großglockner Hochalpenstraße

Hier treffen wir auch einen Belgier, der einen Ford Mustang fährt. Da wir es in Erwägung ziehen, uns einen Mustang zu kaufen – der vier wöchige Eindruck in den USA mit dem gemieteten Mustang war ja nicht ganz schlecht – löchern wir ihn mit Fragen. Er gibt auch gerne Auskunft und ist sichtlich stolz auf seinen Mustang Roush.

Vor dem Tunnel Hochtor legen wir die nächste Rast ein. Hier werden wieder einige Fotos gemacht. Auch kommt der Schnee noch bis an die Straße heran.

Jeannette vor einem Gletscher am Hochtor auf der Großglockner Hochalpenstraße

Jeannette vor einem Gletscher am Hochtor auf der Großglockner Hochalpenstraße

Blick auf die Großglockner Hochalpenstraße vom Hochtor

Blick auf die Großglockner Hochalpenstraße vom Hochtor

Nach dem Tunnel gibt es dann gleich den nächsten Stop. Schnell wieder Fotos gemacht und weiter geht die Fahrt bis zum Energiedusche Wasserfall.

Blick auf die Berge an der Großglockner Hochalpenstraße vom Hochtor

Blick auf die Berge an der Großglockner Hochalpenstraße vom Hochtor

Blick auf das Hochtor an der Großglockner Hochalpenstraße

Blick auf das Hochtor an der Großglockner Hochalpenstraße

Hier bekommen wir ein Bild von uns beiden.

Jeannette und Dirk vor dem Energiedusche Wasserfall auf der Großglockner Hochalpenstraße

Jeannette und Dirk vor dem Energiedusche Wasserfall auf der Großglockner Hochalpenstraße

Jetzt geht es zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Wir parken im großzügigen Parkhaus Gletscherbahn. Der erste Weg führt uns zu den putzigen Murmeltieren. Sie sind unterhalb des Weges und lassen sich von den Menschen nicht stören.

Putziges Murmeltier auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf der Großglockner Hochalpenstraße

Putziges Murmeltier auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf der Großglockner Hochalpenstraße

Die ersten Murmeltiere, die ich „in Echt“ gesehen habe. War total begeistert!/jb

Im Besucherzentrum der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es diverse Ausstellungen und Informationen rund um den Nationalpark und den Großglockner.

Blick auf die Berge auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf der Großglockner Hochalpenstraße

Blick auf die Berge auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe auf der Großglockner Hochalpenstraße

Aus Zeitmangel verzichten wir auf einen Besuch und fahren weiter zum einem See ohne Namen. Wir sind aber der Auffassung, dass es sich um einen Teil des Margaritzenstausee handelt.

Der Stausee ist Teil des Speicherkraftwerkes Kaprun. Hier machen wir einen kurzen Spaziergang und einige Fotos.

Der letzte Stop dieses Tages ist unser Hotel in Hafling. Das Alpine Spa Resort Viktoria. Wir werden wie immer, sind ja nicht zum ersten Mal hier, sehr freundlich begrüßt und werden auf unser Zimmer geführt.

Jetzt erst einmal Koffer ausgepackt, wir bleiben ja mal zehn Tage an einem Ort, und in den Wellnessbereich. Nach der langen Autofahrt haben wir uns jetzt Erholung verdient. Auch freuen wir uns bereits jetzt auf das Abendessen, welches bis jetzt immer sehr sehr gut war.

Wir sind uns einig, dass die Großglockner Hochalpenstraße eine der schönsten Alpenstraßen ist. Wir sind sehr froh, dass wir trotz des Wetters diese Straße gefahren sind. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Das könnte ihnen auch gefallen

Keine Kommentare

Kommentar verfassen

Reisen-und-fotografieren 14. Juli 2017
%d Bloggern gefällt das: